Dimensionen des Geistes II
- Details
- Kategorie: Archiv
- Veröffentlicht am Sonntag, 22. Januar 2012 00:25
- Geschrieben von Super User
- Zugriffe: 163
| Dimensionen des Geistes II
Psychophysikalische Wechselwirkungen und Bewusstseinsmodelle Teil II Die Vorträge in Teil I dieser Reihe haben veranschaulicht, dass bei den physikalischen und psychologischen Beziehungen zwischen Bewusstsein und physischer Außenwelt subtile Effekte und Prozesse auftreten, die zuweilen die fundamentalsten wissenschaftlichen Auffassungen von Raum und Zeit zu verletzen scheinen. Auch traditionelle wissenschaftliche Methoden können diese Phänomene nicht erfassen. |
| Freitag, 21. Februar 2003
Dr. med. Wolfgang Hasselbeck, Frankfurt a.M. Die Variabilität individueller Bewusstseinszustände und ihre Beschreibbarkeit in psychologischen und psychopathologischen Begriffen Der heutige Stand der Bewusstseinsforschung profitiert von den Beiträgen zahlreicher Fachdisziplinen. Unter anderem befassen sich Philosophen, Kulturwissenschaftler und Neurobiologen mit der Thematik und greifen dabei auf ein umfassendes Spezialwissen, komplexe Methoden und (insbesondere die Neurowissenschaftler) aufwändige technische Hilfsmittel zurück. Dass auch dem „Laien“ eine tiefgehende und ernsthafte Erforschung des (eigenen und fremden) Bewusstseins möglich und zugänglich ist, soll hier belegt werden. Zur Beschreibung individueller Bewusstseinszustände kann auf die Kategorien Wahrheitsgrad, Bewusstseinsfeld, Intensität, Bewusstseinszusammenhang (-integrität), Bewusstseinskontinuität, Bewusstseinsdynamik, Meinhaftigkeit (bzw. Personalität) und Bewusstseinsfokus zurückgegriffen werden, die als unterschiedliche Dimensionen des Bewusstseins zu jeder Zeit in ihrer jeweiligen Ausprägung alle relevant sind. Die Entwicklung eines Bewusstseins für den – in der Regel im Zeitverlauf ständig sich ändernden – eigenen Bewusstseinszustand ermöglicht Einsichten in die Abhängigkeit des Bewusstseinszustandes von äußeren Einflüssen und damit auch Möglichkeiten der Bewusstseinssteuerung, etwa durch Gewohnheit und Prägung, Willensstrebungen, Drogen und Genussmittel, Außenreize, körperliche und geistige Aktivitäten. Achtsamkeit für das eigene Bewusstsein, zu entwickeln etwa durch regelmäßige aktive Meditation, bietet damit nicht nur die Chance zur Selbsterkundung, sondern auch zur Überwindung belastender und potentiell krankhafter, psychopathologischer Bewusstseinskonstellationen. Wolfgang Hasselbeck hat nach seiner Ausbildung zum Organisten Medizin an der Universität Frankfurt studiert. Er promovierte zum Thema „Sinndeutung als Strategie der Auseinandersetzung mit psychotischen Erlebnissen im Jugendalter“. Facharztweiterbildung am PKH Riedstadt und in der neurologischen Klinik Hephata, Schwalmstadt. Seit 1994 niedergelassener Psychiater mit eigener Praxis und sozialpsychiatrischem und gutachterlichem Tätigkeitsschwerpunkt. Seit über 20 Jahren Beschäftigung mit (neu-)platonischer Philosophie sowie mit Psychologie und deren historischer Weiterentwicklung bis in die Gegenwart, insbesondere im Kontext psychiatrischer Problemstellungen. |
![]() |
| Freitag, 28. Februar 2003
Dr. Ernst Senkowski, Diplomphysiker, Prof., FH i.R., Mainz Der kreative Mensch als Teil des Universums Im ersten von drei Abschnitten werden die Begriffe Universum, Mensch und Kreativität etymologisch und semantisch betrachtet. Ernst Senkowski wurde 1922 in Hamburg geboren, ab 1936 Kurzwellenamateur. Während des Zweiten Weltkrieges Einsatz in der militärischen Telekommunikation. 1946-54 Studium der Experimentalphysik, Universität Hamburg. Promotion 1958 an der Universität Mainz. 15 Monate UNESCO-Experte für Physik in Kairo. 1961-88 Dozent und Professor an der Fachhochschule Rheinland-Pfalz. |
![]() |
| Freitag, 7. März 2003
Dr. Kai Hellbusch, Dresden Jean Gebsers Konzeption der Bewusstseinsstrukturen – geistig-kulturelle Vorgaben der menschlichen Wahrnehmung Jean Gebser hat mit seiner Konzeption der Bewusstseinsstrukturen eine grundlegend neue Sichtweise der geistigen und kulturellen Entwicklung des Menschen erarbeitet. Diese vorzustellen und ihre Konsequenzen für die heutige Zeit anzudeuten ist der Sinn des Vortrags. Kai Hellbuschstudierte Philosophie, Musikwissenschaft und Literaturgeschichte an den Universitäten Tübingen und Münster. 1998 Promotion an der TU Dresden mit einer Arbeit über Gebser. Z. Z. Mitarbeit am Aufbau einer philosophischen Lernwerkstatt in Pommritz. |
![]() |
| Freitag, 14. März 2003
Eberhard Bauer, Dipl.-Psychologe, Freiburg Kontinuität des Bewusstseins? „Erinnerungen an frühere Leben“ als Thema der parapsychologischen Forschung Seit den interkulturell angelegten Fallstudien des Psychiaters Ian Stevenson (University of Virginia School of Medicine, Charlottesville, Virginia, USA) ist die empirische Seite sog. „Reinkarnationserfahrungen“ auch in den Blickwinkel der parapsychologischen Forschung gerückt: Es geht um Kinder und Jugendliche, die mehr oder weniger detailliert von spontan auftretenden „Rückerinnerungen“ an frühere Leben („past life memory cases“) berichten, und um das methodische Problem, wie sich solche Aussagen empirisch überprüfen oder verifizieren lassen. Der Vortrag gibt einen Überblick über die interkulturellen und kulturspezifischen Merkmale der einschlägigen Forschungen und diskutiert Reichweite und Grenzen der „Psycho-kulturellen Phantasiehypothese“ im Vergleich zur Reinkarnationshypothese. Eberhard Bauer, Studium der Geschichte, Philosophie und Psychologie, Diplompsychologe, langjähriger wissenschaftlicher Mitarbeiter und Abteilungsleiter am Freiburger „Institut für Grenzgebiete der Psychologie" |
![]() |
| Freitag, 21. März 2003
Prof. Dr. rer.nat. Dr. med. habil. Wilfried Kuhn, Schweinfurt Gott, Gehirn und Bewußtsein: Neurobiologische Grundlagen religiöser Erfahrungen Religiöse und spirituelle Erfahrungen sind seit Jahrtausenden Bestandteil der Menschheitsgeschichte. Durch verschiedene im Laufe der Zeit entwickelte Techniken und Methoden, wie z.B. Gebet, Meditation, Kontemplation, Yoga, Qi Gong etc., können spirituelle Zustände erzeugt werden, die in Inhalt und Struktur Ähnlichkeiten aufweisen, sich z.T.. jedoch auch unterscheiden. Die neurobiologische Hypothese postuliert deshalb eine Aktivierung unterschiedlicher Hirnregionen während dieser Erfahrungszustände. Obwohl mittels elektrophysischer Methoden (z.B. EEG, Brainmapping) in den letzten zwei Jahrzehnten diverse Anstrengungen zur Verifizierung dieser Hypothese unternommen wurden, waren die Ergebnisse bisher wenig zufriedenstellend und z.T. widersprüchlich. Seit einigen Jahren stehen nun neue Techniken zur Erforschung unterschiedlicher Bewusstseinszustände des Gehirns, wie z.B. PET, SPECT oder funktionelle NMR, zur Verfügung. Insbesondere die Arbeitsgruppe von Newberg an der Universität von Pennsylvania hat in den letzten Jahren verschiedene Untersuchungen über religiöse Zustände mittels dieser Techniken durchgeführt. So konnte z.B. mittels SPECT bei einem Praktizierenden der tibetischen Meditation in einer speziellen Region des oberen Parietallappens, dem „Orientierungs- und Assoziationsareal“, eine Veränderung nachgewiesen werden, die für eine Blockierung des sensorischen Inputs in dieser Region während intensiver Meditation spricht. Dies könnte bedeuten, dass das Gehirn dadurch daran gehindert wird, zwischen Selbst und Nicht-Selbst zu unterscheiden. Andere religiöse Erfahrungen führen nach den Untersuchungen von Newberg zu Aktivierungen anderer Hirnregionen. Wilfried Kuhn wurde 1952 in Würzburg geboren. Erststudium im Fach Chemie mit Abschluss der naturwissenschaftlichen Doktorarbeit. Dann Studium der Medizin an der Universität Würzburg, nach dem Staatsexamen Facharztausbildung in Neurologie und Psychiatrie. 1989 Habilitation für das Fach Neurologie an der Universität Würzburg, apl. Professor der Ruhr-Universität Bochum, heute Chefarzt der Neurologischen Klinik im Leopoldina-Krankenhaus, Schweinfurt.
|
![]() |
| Freitag, 28. März 2003
Dagmar Mundhenke, Nidderau Das 4. Bewusstsein: die Psycho-Energie (Kundalini) als Transformator des Geistes Die sogenannte „Kundalinikraft“ im indischen Yoga hat als anthropologische Konstante zahlreiche Parallelen im Westen. Dagmar Mundhenke hat Psychologie, Philosophie und vergleichende Religionswissenschaft studiert. Konzentration auf die komplexe Tiefenpsychologie C.G. Jungs und auf das Fachgebiet der Neuropsychologie am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt a. M. Interessenschwerpunkte: außergewöhnliche Bewusstseinszustände, Bewusstseinsentwicklungen und die Erforschung von Körperenergien. |






